Gefährdungsbeurteilung bei Schnittstellen – mehrere Gewerke und Infrastruktur (SiGeKo Köln)
Bei komplexen Umbauten reicht eine allgemeine Baustellen-GBU oft nicht aus. In einem Kölner Bauprojekt (mehrere Ebenen, Innenhof, Schnittstelle zu fremder Infrastruktur) wurde eine tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung als SiGeKo-Zusatzleistung erstellt und fortgeschrieben.
Abgrenzung: Die übergeordnete GBU des SiGeKo beschreibt bauvorhabenbezogene Querschnittsrisiken (Absturz, Staub, Lärm, Verkehr, Nachbarschaft, temporäre Anlagen). Jeder ausführende Unternehmer bleibt für die GBU seiner Beschäftigten verantwortlich – der SiGeKo koordiniert, widerspricht nicht ersetzt.
Inhaltliche Schwerpunkte der GBU: Arbeiten in der Nähe öffentlicher Verkehrswege/Infrastruktur, Abbruch und Demontage in mehreren Ebenen, Gleichzeitigkeit von Gewerken, Staub- und Lärmexposition, Kran- und Logistikzonen. Szenarien wurden schriftlich mit Maßnahmenkatalog und Verantwortlichkeiten dokumentiert.
Ablauf im Mandat: Erstfassung der Szenarien, Abstimmung mit Bauleitung und Fachfirmen, Fortschreibung nach Planungsänderungen und versionierte Dokumentation. Prüfanfragen zu eingereichten Gewerke-GBUs wurden gesondert beantwortet.
Typischer Fehler: GBU nur als Ablage für Sicherheitsdatenblätter – ohne Schnittstellenlogik. Behörden und Berufsgenossenschaften erwarten bei Großprojekten nachvollziehbare Verknüpfung zwischen SiGe-Plan, Begehungsberichten und GBU.
Health and Safety+ erstellt und koordiniert GBU im Baustellenkontext in Köln und NRW. Ergänzend für Betriebe ohne Baustelle: Gefährdungsbeurteilung – Methode, Dokumentation und Aktualisierung für Betriebe. SiGeKo-Überblick: SiGeKo auf der Baustelle – Koordination, Dokumentation und Pflichten nach BaustellV.