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DGUV Vorschriften einfach erklärt – vom Regelwerk zum Betriebsalltag

Berufsgenossenschaft, Unfallversicherung, UVV – viele Betriebe stoßen zuerst auf die DGUV, wenn es um Prüfungen, Betreuung oder Brandschutz-Schulungen geht. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt Regeln heraus, die das Arbeitsschutzgesetz und die Unfallversicherung konkretisieren. Dieser Artikel ordnet das Regelwerk ein – ohne alle Vorschriften abzutippen – relevant für Betriebe in Köln und NRW.

Was gilt rechtlich?

Vier Ebenen im DGUV-Regelwerk: Erstens Vorschriften (UVV) – verbindliche Unfallverhütungsvorschriften, z. B. DGUV Vorschrift 1 (Grundsätze), V2 (Betriebsarzt und FaSi), V3 (Elektro). Zweitens Informationen – z. B. DGUV Information 205-003 für Brandschutzbeauftragte oder 205-023 für Brandschutzhelfer. Drittens Regeln – z. B. DGUV Regel 100-500 für Heißarbeit. Viertens Grundsätze – übergreifende Leitlinien. Nicht alles ist für jeden Betrieb gleich relevant.

Querschnitt vs. Branche: Fast jeder Betrieb berührt V1 (Prävention, STOP-Prinzip), oft V2 (FaSi-Betreuung) und V3 (Elektroprüfung). Dazu kommen Branchen-UVV, wenn die Tätigkeit passt – z. B. V38 Bauarbeiten, V67 Flurförderzeuge im Lager. Wer nur Büro betreibt, braucht keine Kran-UVV – wer auf Baustellen arbeitet, sehr wohl V38 neben BaustellV und SiGeKo.

Abgrenzung – nicht verwechseln: ASiG und DGUV V2 regeln Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit. BetrSichV und TRBS regeln Arbeitsmittel und Prüfung. ArbStättV und ASR regeln die Arbeitsstätte. GefStoffV und TRGS regeln Stoffe. BaustellV und SiGeKo regeln Baustellen-Koordination – ergänzt durch DGUV V38. Alle Ebenen können parallel gelten.

Umsetzung in der Praxis

Brandschutz über DGUV Information: Betrieblicher Brandschutz nutzt oft 205-003 (Brandschutzbeauftragter), 205-023 (Brandschutzhelfer) und 205-041 (Li-Ion-Ladeinfrastruktur) – das sind keine Vorschriften im engeren Sinne, aber faktischer Maßstab in Audits.

Neue Spokes dieser Reihe: DGUV V1 Grundsätze der Prävention, DGUV V38 Bauarbeiten, DGUV V67 Flurförderzeuge. Bereits vertieft: DGUV V2 Betreuung, DGUV V3 Elektroprüfung.

Typische Mängel und Vorbereitung

Arbeitgeber sollten wissen, welche DGUV-Vorschriften für ihre Branche gelten – mindestens V1, V2, branchenspezifische Regeln und Informationsblätter – und diese in GBU und Betreuungsplan verknüpfen.

Was wir bewusst nicht als Einzelserie abtippen: See-, Hafen-, Kernkraft- oder Schausteller-UVV, veraltete Doppel-Fassungen (z. B. alte V4 neben V3) – die gehören in die fachliche GBU, nicht in 50 Blog-Artikel. Aktuelle Texte prüfen Sie auf dguv.de. Health and Safety+ verknüpft FaSi, Brandschutz und SiGeKo – Arbeitsschutz-Ratgeber, Kontakt.

Häufige Fragen (FAQ)

Was sind DGUV Vorschriften?
Unfallverhütungsvorschriften der DGUV – verbindlich über ArbSchG für versicherte Unternehmen. Regeln zu Betrieb, Maschinen, Elektro, Bau, Gesundheit.
Welche sind fast überall relevant?
DGUV V1 (Grundsätze), V2 (SiFa/Betriebsarzt), V3 (Elektro), branchenspezifisch z. B. V38 (Bau), V67 (Flurförderzeuge).
Typische Mängel in NRW?
Unbekannte Geltung, keine Einbindung in GBU, Prüffristen aus DGUV-Regeln ignoriert, SiFa-Jahresbericht ohne DGUV-Bezug.
Wo vertiefen?
DGUV V2, DGUV V3 und Ratgeber.